Ausstellung "Techniker der 'Endlösung'. Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz"

Foto: Blick in die Dauerausstellung "Techniker der 'Endlösung'" im ehemaligen Zeichensaal Foto: © Stadtverwaltung Erfurt, Kastner Pichler Architekten

Die Innenausstellung

Die Ausstellung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora wurde nach ihrer viel beachteten Präsentation an neun Standorten in Deutschland und Europa stark erweitert und um eine Außenausstellung ergänzt.

Mit der Adaption als Dauerausstellung im Erinnerungsort kehrten die Dokumente und Pläne dorthin zurück, wo sie im Rahmen der Geschäfte für die SS entstanden sind. Zu sehen sind Akten der SS-Bauleitung Auschwitz, Verhörprotokolle aus Moskau und lange Zeit unzugängliche Firmendokumente. Damit präsentiert die Ausstellung Schlüsseldokumente zum Holocaust, die den Gasmord in Auschwitz belegen. In den Zeichensälen wurden die Arbeitsplätze der beteiligten Ingenieure kenntlich gemacht, eine Beamerinstallation projiziert Pläne der Abteilung Spezialofenbau (D IV) von Kurt Prüfer auf eine historische Zeichenmaschine. Zahlreiche Großfotos veranschaulichen die Geschichte der Firma und des Betriebsgeländes. In Buchenwald 1997 geborgene Aschekapseln und die zu Lumpen zerschlissene letzte Habe von Häftlingen auf den Todesmärschen von Auschwitz-Birkenau nach Buchenwald werden als stumme Zeugnisse gezeigt. Berichte von Häftlingen belegen, was den Menschen in Auschwitz angetan wurde. Die Nachgeschichte der Leugnung, Verdrängung und Strafverschonung sowie der späten und erkämpften Erinnerung bis zum Aufbau des Erinnerungsortes sind dokumentiert.

Architekt der Innenausstellung im Verwaltungsgebäude ist Hans Dieter Schaal. Die Grafik übernahm das Atelier Weidner.

Die ursprüngliche Wanderausstellung wurde der Stadt Erfurt von der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora kostenlos zur Verfügung gestellt.

Kuratiert wurde diese Ausstellung von Rikola-Gunnar Lüttgenau, stellvertretender Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Die Gesamtleitung für die Wanderausstellung lag bei Prof. Volkhard Knigge, dem Stiftungsdirektor. Die Erweiterung der Innenausstellung und die Außenausstellung wurden kuratiert von Dr. Annegret Schüle.

Ausstellungskapitel

Veranstaltungen

Veröffentlichungen

Förderer

Die Wanderausstellung, ihre Erweiterung zur Dauerausstellung und die Außenausstellung wurden finanziell getragen von:

  • Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
  • Auswärtiges Amt
  • Freistaat Thüringen, Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
  • Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
  • Hans-Böckler-Stiftung

Stationen, Planung und Gestaltung

Stationen der Wanderausstellung

  • 2005 Jüdisches Museum Berlin
  • 2006 Stadtmuseum Erfurt
  • 2006 Ruhrlandmuseum Essen
  • 2007 LWL-Industriemuseum Ziegeleimuseum in Lage
  • 2007 Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg
  • 2008 Joods Museum van Deportatie en Verzet, Mechelen (Belgien, seit 2012 Museum Kazerne Dossin)
  • 2008 KZ-Gedenkstätte Mauthausen (Österreich)
  • 2009 Arbejdermuseet Kopenhagen (Dänemark)
  • 2010 Teknisk Museum Oslo (Norwegen)
  • 2011 Installation als erweiterte Dauerausstellung im Erinnerungsort Topf & Söhne Erfurt

Planung und Gestaltung der Wanderausstellung (2005)

Gesamtleitung: Prof. Dr. Volkhard Knigge, Stiftungsdirektor

Kurator: Rikola-Gunnar Lüttgenau

Wissenschaftliches Team:

  • Dr. Annegret Schüle
  • Friedemann Rincke
  • Johanna Wensch
  • Wolfgang Röll

Ausstellungsgestaltung: Hans Dieter Schaal

Grafische Gestaltung: Atelier Weidner Händle

Planung und Gestaltung der Erweiterung zur Dauerausstellung (2011)

Kuratorin: Dr. Annegret Schüle

Fachliche Beratung: Rikola-Gunnar Lüttgenau

Mitarbeit: Rebekka Schubert, Sophie Eckenstaler

Ausstellungsgestaltung: Hans Dieter Schaal

Grafische Gestaltung: Atelier Weidner Händle